Die Fertigung der einzelnen Gebäude

 

Wenn man einen Bahnhof nach einem konkreten Vorbild bauen möchte, stellt sich automatisch die Frage
nach den passenden Hochbauten. 
Da bleibt in 99% sicherlich nur der Eigenbau.
In meinem Fall waren es dann mal 9 Gebäude, die zu erstellen sind.
Einige entstanden komplett in eigener Fertigung.
Bei anderen habe ich komplette oder einzelne Teile bei Firmen lasern bzw. in Messing ätzen lassen.

 


1. Das Empfangsgebäude Weißenberg/Sachs.

Die Firma MKB Modelle widmet sich unter anderm der Fertigung von Bahnbauten, Stadt- und Industriegebäuden.
Mit modernster Fertigungstechnik (Lasertechnik) werden hier Gebäude im Modell so realistich gefertigt, daß selbst der letzte Stein an einer Fasade stimmig sitzt!
Mit den von mir gemachten Fotos vom Vorbild und allen Maßen ist das Bahnhofsgebäude bei der Firma Brenneis entstanden.

Der Inhalt des Bausatzes verrät einem, dass es noch jede Menge Arbeit damit gibt.

Die Ziegel sind auf den relativ dicken Grundkörper aus Pappe aufgedruckt.

Durch das Aufbringen weiterer Schichten an Ziegelfriesen und Simsen entsteht ein 3D Effekt.

Die Fenster bestehen auch aus mehreren übereinander zu klebende Lagen.

Nur die gedruckten Dachziegel gefielen mir nicht. Als gelernter Dachdecker auch nachvollziebar.

Ich habe einen Anbieter von gelaserten Bieberschwanzdächer gefunden.Die Betondachsteine kamen beim Vorbild auch erst in den 80er Jahren auf das Dach.

Alle kleinen Anbauteile sind im Eigenbau entstanden und waren nicht im Bausatz vorhanden.

Manch mal etwas fummelig, aber alle ist machbar.

Und wenn man schon beim Vorbild und den Details ist, dann auch Innen.

Die Wände wurden mit CorelDraw11 erstellt und ausgedruckt. Auf Pappe geklebt ergab es eine stabile Wand.

In der zweiten Etage entstand dann die komplette Wohnung nachgestaltet, des Fahrdienstleiters 
Wolfried Dutschmann.

Die Zimmer sind tapeziert und wie es bei einem Eisenbahner mit Leib und Seele war, mit Fotos der Eisenbahn ausgestattet.

Eine Bahnhofsgaststätte darf natürlich nicht fehlen. 

Der Tresen mit Zapfanlage und Werbeschild "Löbauer Bergquell".

Gemütlich war es meistens in solche Bahnhofsgaststätten. Die roten Tischdeckechen sind einfach vom Papierlocher.

Auch am Abend noch immer gut besucht.

Kein Wunder, bei Bierpreise von 0,49Pfennige.

Sonnenuntergang in Weißenberg.

Der Schornsteinfeger hat von mir ein graues Haar spendiert bekommen.

Und für den Ernstfall gehört noch eine Sirene (E57) auf´s Dach.

Der Lautsprecher im Dachboden.
Ich glaube, das würde im Original das Dach abheben.


2. Der Anbau am Bahnhofsgebäude

Der Flachbau am Bahnhofsgebäude wurde in den 20er Jahren angebaut. In diesem befanden sich der Gepäckraum mit der Fahrkartenausgabe, der Dienstraum des Fahrdienstleiters zusammen mit den Beschäftigten der Fahrkartenausgabe und der Güterabfertigung. Ein weiterer Dienstraum des Bahnhofsvorstehers zusammen mit dem Kassenverwalter sowie 2 Übernachtungsräume mit je 1 Bett für das Zugbegleitpersonal.
Das Gebäude habe ich wieder selber gezeichnet und dann bei MBZ Modellbahnzubehör lasern lassen.

Zum 7.Oktober, dem Nationalfeiertag der DDR ist rechtzeitig geflaggt worden.


3. Das Nebengebäude für den Rangierleiter

Im Nebengebäude befand sich der Aufenthaltsraum der Rangierleiter.
Ein weiterer Raum diente als Aufbewahrungsraum für Fahrräder.
Im gleichen Gebäude befanden sich das Waschhaus sowie Schuppen für die Bewohner des Bahnhofs.
dieses Gebäude habe ich selber mit CorelDraw11 erstellt und jeden Stein einzeln gezeichnet.
Die einzelnen Wände, Fenster und Türen hat mir dann ein guter Freund in Ätztechnik erstellt.
Das Dach ist wieder, wie beim Empfangsgebäude, aus geleserten Bieberschwanzziegeln.

Ein Musterbau aus Papier

Die geätzten Seitenwände.

Die Tür- und Fensterstürze müssen extra eingelötet werden.

Nachdem die Grundierung aufgetragen ist, geht es mit einem roten Mattlack weiter. Etwas weißes Pigmentpulver aufgetragen und in die Fugen gewischt.

Die geätzten Türen werden vor dem herauslösen farblich behandelt.

Dann noch den Raum für den Rangierleiter einrichten.

Fehlt nur noch ein Dach über den Kopf.

Und fertig ist das dritte Gebäude.

Finde die schwarze Katze.

Opa will den Zug noch bekommen.


4. Güterboden am Gleis 7. 

Der Güterschuppen ist aus Teilen eines Handelsüblichen Bausatz entstanden.
Er wurde nur dem Vorbild angepasst.

Weiche 18 von Gleis 1 zu den Gleisen 6,7,8 und 10, ist durch eine doppelte Gleissperre gesichert.


5. Schuppen der Bahnmeisterei (BM) 

Der kleine Schuppen entstand ebenfalls wieder im Eigenbau

Gezeichnet, ätzen lassen, löten und ein Sockel, der von irgendeinen Bausatz stammt. Fotos vom originalem Sockel gemacht verkleinert ausgedruckt und drauf geklebt.

Ein Dach aus Holz, Schleifpapier für die Dachbahnen und etwas Farbe.

Noch ein paar Dachbalken angedeutet - fertig,

Sein Platz war unmittelbar vorm Lokschuppen.


6. Lokschuppen der Staatsbahn, Löbauer Seite.