Der Oberleitungsrevisionstriebwagen (ORT 188.3)
Hier ist 708 334-8 ex DR 188 344-7 am 15. Juni 2004 im Bahnhof Berlin-Lichtenberg im Einsatz.
Das Vorbild
Der ORT ist ein Fahrzeug zur Wartung und Störungsbehebung an Oberleitungsanlagen.
Entwickelte wurde es mitte der 80er Jahre von der VES Versuchs- und Entwicklungsstelle Maschinenwirtschaft Halle
und gebaut im VEB Waggonbau Görlitz. Wikipedia
Technische Daten
Achsformel: (1A)'2'
Länge über Puffer: 22.400 mm
Höhe: 4.200 mm
Dienstmasse: 61 t
Installierte Leistung: 330 kW (neu 367 kW)
Antrieb: dieselhydraulisch
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h
Bremse: KE-GP m. Z. (D)
Baujahr(e): 1987–1991
Anzahl: 37 Stück
Nummerierung: 188 301–337
Das Modell
Der Bausatz des ORT kommt vom Kleinserienhersteller Michael Klunker.
Das Fahrwerk ist bereits vormontiert. Der Triebwagen ist mit einen Roco-Motor bestückt. Mit einen Zimo-Dekoder, welcher auf die vorhandene Schnittstelle gesteckt wird, hat der Triebwagen sehr gute Laufeigenschaften. Da mir zu damaliger Zeit, als ich den Bausatz erworben hatte, noch die Erfahrungen im Fahrzeugbau fehlten, habe ich diesen Triebwagen von einem guten Modellbahnfreund, Thomas Rose zusammenbauen lassen. Daher kann ich den Baufortschritt mit einzelnen Bildern nicht dokumentieren.
Ich kann nur wiedergeben, was es an Zeit und zusätzlichen Mühen gekostet hat, damit am Ende der oben abgebildete ORT in tadelosem Zustand zum Einsatz gelangte. Der Bausatz umfaßt eine Ätzplatine des Wagenkastens und diverse Kleinteile wie Trittstufen und die Bühne. Außerdem liegen dem Bausatz Zurüstteile von Piko und Roco bei.
Dies sind unter anderem Stromabnehmer, Puffer, Bremsschläuche und Griffstangen, sowie die beiden Führerpulte, wie sie auch in der BR 243 vorzufinden sind. Griffstangen, Puffer und Bremsschläuche wurden durch Weinert Teile ersetzt, da die beigelegten Industriespritzlinge viel zu grob sind.[Eher was für LGB-Bahner :-) ] Da ich das Modell nicht nur als Standmodell in eine Vitrine stellen wollte, mußten die Trittstufen sowie Teile der Bühne neu angefertigt werden. Die mitgelieferten Teile waren so dünn geätzt, daß sie sich schon beim Heraustrennen verbogen. Zudem sollte das Geländer beweglich gestaltet werden. Daß einige Teile neu angefertigt werden mußten, lag daran, daß der Bausatz für die Spurweite TT konzepiert war und für die Spurweite H0 nur “aufgeblasen” wurde. Hier hätte man für´s H0-Modell stärkeres Material verwenden sollen. Das Dach bereitete auch diverse Schwierigkeiten. Da die seitlichen Dachschrägen nicht dem Vorbild entsprochen hätten, wurde hier mit Zweikomponentenklebstoff und viel Schleifarbeit nachgeholfen. Auf dem Dach mußten die Löcher für den Stromabnehmer auch geändert werden. Die Isolatoren hätten sonst schräg gestanden. Nach dem Lackieren kamen die mitgelieferten braunen Decal-Seitenstreifen ebenfalls nicht zum Einsatz, sondern wurden auflackiert. Auch hier gab es ungenauigkeiten im Bereich der Fenster. Auch eine eigene neue Triebfahrzeugnummer und die Beschriftung brachte Thomas an. Außerdem wurde das Fahrzeug mit einer Beleuchtung versehen. Hierzu mußten einige Halterungen für die LED´s angefertigt werden. Das etwas grelle weiße Licht wird durch Decodereinstellungen noch etwas gedimmt.
Nachfolgend noch einige Details am Fahrzeug.